Posts mit dem Label diese komischen menschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label diese komischen menschen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 24. Februar 2017

Zitronenlimonade

Gedanken, nachts, im Zug nach Hause | Diese saudämliche Floskel vonwegen - wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach Limonade draus...!

Man könnte es ja auch mit Portal 2 halten und sagen: Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann verlange danach, den Manager zu sprechen. Sag, du willst die Zitronen nicht. Bitte um, nein, verlange nach einer Retoure! Bring das Leben dazu, die Zitronen zurückzunehmen. Aber auch so läuft das Leben nicht. Nirgendwo ist ein Kassenbon mit dem du einen riesigen Aufriss machen kannst. Nirgendwo ist eine Quittung.

Das Leben ist seine eigene Quittung.

Das Ding ist, es läuft doch eigentlich alles ganz anders ab.
Da kommst du daher und siehst einen schnieken Limonadenstand. Alles ist perfekt, aber der Inhaber ist ein absoluter Vollpfosten. Du fragst dich, wie er je einen Limonaden-Produzier-Abschluss geschafft hat, weil er mental die absolute Nulpe ist.
Du beginnst am Stand herumzulungern. Die Limonade schmeckt dir so gut, und der Stand ist so gemütlich... du fühlst dich wie zu Hause. Da ist diese komische Anziehung.

Und dann, eines Tages, verlässt der Besitzer den Stand ganz kurz, weil Toilettenpause oder was weiß ich was. Du bist gerade da. Der Stand ist alleine. Es kommen andere potentielle Kunden vorbei und wundern sich, warum der schöne Stand alleine ist und niemand daran Limonade produziert. Unmut macht sich breit. Erste Kunden beginnen, interessiert hinter den Tresen zu spähen. Du gönnst den anderen Leuten den Stand nicht, weil du ihn selbst so toll findest, und klammheimlich hast du eh schon immer davon geträumt, ihn selbst zu bedienen.
Du schlenderst zaghaft hinter den Tresen. Du versuchst die Geräte zu benutzen. Erst traust du dich nicht so recht, doch dann läuft irgendwie alles wie von selbst. Es gibt keine technischen Fehler. Alles funktioniert. Du produzierst Limonade. Und herrje, ohne dich selbst loben zu wollen - die Limo schmeckt godlike. Die Kunden sind begeistert, wertschätzen das Ergebnis und bleiben was sie immer schon waren: Beobachter und Konsumenten aus der Ferne. Du passt zu dem Limonadenstand. Du bist eines mit dem Limonadenstand.

Der Vorbesitzer kommt zurück - in Hektik. Er habe seine Schicht vollkommen vergessen. Doch der Limonadenstand gehört nun dir. Du hast alle Rechte. Für andere ist der Zugang gesperrt. Der Limonadenstand funktioniert gar nicht mehr in Harmonie mit dem vorigen Inhaber; dieser hat keinen Zugriff mehr. Sie sind nun einfach inkompatibel. Du fragst dich kurz, ob du ein schlechtes Gewissen haben sollst. Aber dann denkst du - warum? Der Dulli hat sein Eigentum völlig unbeaufsichtigt im Ungewissen gelassen. Hättest du nicht gehandelt, hätten andere gehandelt. Und mit dir ist der Stand doch eh viel besser dran. Du wolltest ihn schon immer haben.

Angebot und Nachfrage,.. aber vor allem verdammt viel Glück, und sehr viel richtiges Timing. Verdammt viel Zufall, auch.

Leben halt.

Vielleicht hat die Floskel doch recht. Man muss nur einen Limonadenstand finden, der einem das optimale Setting bietet, um Limonade zu machen. Ohne großartige Umbauten.

Sonntag, 29. Mai 2016

Der bereits berühmt-berüchtigte Fragebogen.

... ich überlege tatsächlich, zumindest die erste Checkliste ganz dreist Leuten zu schicken, die mich ein erstes Mal anquatschen und Befreundungsintentionen zeigen :D

Achtung. Das ganze hier ist extrem überzogen dargestellt aufgrund so einiger früherer Erfahrungen. Wem Humor gänzlich fremd ist und wer auch sonst immer ganz vorne mit dabei ist, sich offended zu fühlen, der sollte vielleicht aufhören zu lesen :) Ich bin hier ganz bewusst nicht pc unterwegs. Das heißt aber nicht, dass ich mich über psychische Probleme als Ganzes oder so lustig machen will - ich wurde nur eben schon oft als Spielwiese benutzt, um selbige auszuleben, und habe hier mal all meinen Frust in einen Haufen zynischer Fragen umgewandelt.

Die zweite Checkliste ist übrigens in keinem Fall als Aufforderung, mich wirklich anzugraben, zu verstehen. Muss man ja scheinbar immer wieder dazu sagen als Wesen mit Boobies, ne. Wie schon oft gesagt halte ich mein Liebesleben und meinen Beziehungsstatus von der breiten Öffentlichkeit fern, und hülle mich in Konjunktive. Aber der Vollständigkeit halber musste das auf jeden Fall auch noch hier rein!





Die „Checkliste, ob es sich für mich überhaupt lohnt, mit dir langfristigen Kontakt zu haben“ (TM)


1. Hast du gerade akute Depressionen/Persönlichkeitsstörungen/sonstige psychisch bedenkliche Macken?

a) ja
b) nein
c) diese Frage triggert mich

2. Hattest du in der Vergangenheit Probleme wie oben genannt?

a) ja
b) nein
c) nein (schlecht getarnte Lüge)

3. Wenn ja, hast du sie überwunden?

a) ja
b) nein
c) ich weine mich regelmäßig in den Schlaf

4. Bist du extrem faul?

a) ja
b) nein
c) ich antworte in fünf Minuten, meine Hand ist so schwer

5. Wie sieht es mit deinem Selbstwertgefühl aus?

a) normal
b) ich bin Gott
c) ich lebe all meine Komplexe an dir aus :))

6. Kriegst du bei fremden Menschen den Mund auf?

a) ja
b) n-n-n-ein
c) ich halte erst einmal einen 10min-Monolog über mich

7. Siehst du (emotionale) Erpressung als legitime Methode an, dich durchzusetzen?

a) ja
b) nein
c) ICH BRING MICH UM WENN ICH NICHT BESTEHE!!!

8. Wie lange brauchst du fürs Tippen einer Nachricht mit drei Sätzen?

a) 1min
b) 5min
c) (3h später) fertig \o/

9. Was erhoffst du dir von Kontakt mit mir?

a) Psychotherapie
b) quatschen/zocken
c) Nacktbilder oder Sex, was sonst


Die „Weiterführende Checkliste, ob du überhaupt ein angemessener Partner wärst“ (TM)


1. Wie würdest du dein optisches Niveau beschreiben?

a) Geiler Dude
b) normal
c) mein Genpool ist die Resterampe

2. Wie groß bist du?

a) unter 1,70m
b) über 1,70m
c) 1,85m oder größer

3. Hast du extremes Unter- oder Übergewicht?

a) fass mich an und du brichst mich durch
b) weder noch
c) unter mir stürzt dein Bett ein

4. Arbeitest du einigermaßen an dir oder wärst du bereit, dies zu tun?

a) ja
b) ieeeeh, Sport und nicht täglich Pizza?! 
c) ich bin immer noch zu faul meine Hand zu heben

5. Streit oder aber lebhafte Diskussion. Du...

a) ...RAMPAGE!!!
b) ... klärst es sachlich. 
c) ...hältst die Klappe. *Angst*

6. Sex. Du...

a) ... suchst verzweifelt im Bauchnabel nach erogenen Zonen. *zitter*
b) ... ziehst dein Ding durch, Hauptsache, du hast Spaß.
c) ... weißt einigermaßen was du da tust und achtest auf den anderen.
d) ... bist einfach verdammt gut. UND achtest auf den anderen. (1000 BONUSPUNKTE)

7. Zeit zusammen. Die Idealverteilung...?

a) ... nur Sex, Rest ist mir latte (höhöhö, latte).
b) ... eine gesunde Mischung aus Chillen und Aktivitäten wie Kino, einfach mal rausgehen etc.
c) ... ich lasse dich bestimmen, ich habe weder eigene Ideen noch den Mut was zu sagen.

-

Danke für die Aufmerksamkeit und das kleine bisschen Dampf ablassen! :) Vielleicht konnte der eine oder andere ja sogar lachen.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Top 5: Traurige menschliche Interaktionen

Eigentlich habe ich diese Kategorie geschaffen, um ab und zu mal ganz kurz und knapp Dinge loszuwerden. Aber dann kam das hier dabei raus... Huch! Na ja, kein weiteres Geschwafel, sondern direkt losgelegt!


5. Textbausteine im Alltagsgebrauch

Ich brauche diesen Menschen eigentlich gar nichts mehr schreiben, erzählen oder zeigen, da ich nahezu jedes verdammte Mal exakt weiß, wie sie reagieren werden... und mit welchen Worten... und in welcher Reaktionsfolge. Ich kann quasi mitsprechen. Das ist nicht nur furchtbar öde, sondern stellt zugleich infrage, inwieweit zwischenmenschliche Kommunikation für diese Leute überhaupt etwas Natürliches ist, oder ob sie dabei nach Schema F vorgehen. Ergo: Traurig! NEXT.




4. "Ich hasse alles und jeden und auch mich und sage das alle fünf Sekunden!"

Bei diesen Menschen weiß man immer, wie es ihnen geht, auch wenn man das eigentlich gar nicht möchte. Sie nutzen nämlich jede Gelegenheit dazu, es zu betonen, und vermiesen damit allen um sich herum ebenfalls die Laune.

"Ich hatte heute einen echt schönen Tag und habe bei einem Gewinnspiel etwas gewonnen! :)"
"Mein Leben war heute wie immer die Hölle. Darüber hinaus habe ich noch nie etwas gewonnen und kann mich daher nicht einfach für dich freuen oder mal die Fresse halten, sondern weine deswegen einfach noch mehr rum! :((("




Nicht falsch verstehen, klar soll man nicht alles in sich reinfressen. Aber bitte lasst euren Frust nicht an wirklich jedem aus, und das auch nicht alle paar Minuten. So kann euch niemand ablenken, und so wird euch auch bald niemand mehr zuhören wollen. Mit übertriebenem pubertären Selbstmitleid findet man genauso wenig Freunde wie mit Salat! NEXT.


3. Einfach nichts raffen

Also, wirklich gar nichts. Weder einfache Statements, noch die billigsten aller Witze... und über tagesaktuelle Themen mit diesen Leuten reden? Pfff, vergesst es.

"Heißen Teigwaren Teigwaren weil sie früher mal Teig waren? Hohohoho!"
"Raff ich nicht :))))) Hä?"
"Ok, was ist mit dem hier? Was ist gelb und schießt? Eine Banone! HAHAHA!"
"Hat das was mit Danone zu tun?"
"Ok... unser Humor scheint nicht kompatibel zu sein... hast du eigentlich eine Meinung zu Donald Trump?"
"Ist das nicht der Chef von Microsoft? :)))"
"/o\, *geht weinend ab*"



Mit solchen Leuten bringt Interagieren keinen Spaß, weil ich mich permanent geistig überlegen fühle, und das ein richtig widerliches und frustrierendes Gefühl ist. NEXT.


2. "Ich ignoriere jeden Ratschlag und heule einen Tag später wieder bei dir rum!"

"Hör auf zu lügen und sag ihr die Wahrheit, dafür musst du dich nicht schämen und sie wird dich nicht hassen wegen sowas."
"Ok, danke. Danke, dass du mir jeden Tag 20 Stunden zuhörst, du toller, toller Mensch!"

(Interlude)

"Aaaaah, das Gefühl zerreißt mich so!"
"Hast du es ihr immer noch nicht gesagt?"
"Nein, ich bin zu feige! Aber bitte hör dir noch weitere 372910 Stunden am Stück an, wie sehr ich mich deshalb gräme, du hast doch sicher nichts anderes zu tun, oder...?"




Ich erteile Leuten mittlerweile Verwarnungen, die mich mit immer dem selben Mist vollquatschen, obwohl die Lösung bereits bekannt ist - die diese aber einfach nicht auf die Reihe kriegen. Sorry, ich hab auch noch andere Hobbies. Und es gibt Leute, die Ratschläge tatsächlich auch annehmen und meine Zeit daher effektiver nutzen. NEXT.


1. "Ich finde alles doof, kann es aber selbst nicht besser machen!"

Mein absoluter... na ja, "Favorit" ist vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Auf jeden Fall bringt mich dies tatsächlich auf Dauer am meisten auf die Palme.

Mit diesen Menschen versucht man - freiwillig oder nicht - etwas Zeit zu verbringen, aber egal was man machen möchte, sie finden alles verdammt scheiße. Manchmal sagen sie es nicht mal direkt, sondern gucken einfach den ganzen Tag total leidend, sodass man ihnen irgendwann schon eine reinhauen möchte, wenn man ihr Gesicht nur aus dem Augenwinkel heraus sieht. Selbst haben sie aber grundsätzlich keine eigenen Vorschläge, sondern schwimmen immer nur mit dem Strom. Leidend, natürlich.

Die seltene Untergattung dieser Art, die doch mal eigene Vorschläge einbringt, bringt absolut hirnlose und dumme Vorschläge ein!

"Mimimi, hier ist es mir zu voll und überhaupt und sowieso."
"Hast du einen besseren Vorschlag?"
"Nee. Halt, doch. Wir könnten zur besten Schulschlusszeit in eine eh schon gänzlich überfüllte Einkaufsmeile gehen, ich möchte in genau die Läden, die am engsten und am besten besucht sind! :)"
"... mir ist gerade eingefallen, ich habe einen Termin. In genau zehn Minuten. Ciao!"




Diese Menschen sind faszinierenderweise immer sehr überrascht, wenn ich nie wieder einen Tag mit ihnen verbringen möchte, um unendlichen Nöl- und Nörgelschleifen zu entgehen. Komisch, oder? NEXT! Für immer!



Die in Punkt 3 genannten Flachwitze wurden Ihnen mit freundlicher Unterstützung von @mr_jman_hb und @dqmhose auf Twitter präsentiert.

Freitag, 20. November 2015

Manly Challenge (Girly Challenge: The Aftermath)

Twitter ist für eine Sache gut: Extrem dumme Ideen.

Ich bin für immens viele Sachen gut, und eine davon ist: Extrem dumme Ideen ausführen.

Ende Oktober gab es die schicksalhafte Girly Challenge. Meine Freundin hatte sehr viel Spaß und ich sehr viel gelitten natürlich auch total. War voll geil und so (hier bitte simulierten Hustenanfall einfügen)! Diesen Monat haben wir das Ganze aber mal umgedreht... Meine Freundin musste sich definitiv ein wenig mehr anstrengen als ich. Und ich war daueramüsiert.

Da ich andere Leute gerne an meinen semi-sadistischen Stimmungen teilhaben lasse, habe ich im Vorfeld natürlich prompt auf Twitter nach Vorschlägen für extrem klischeehafte, manly Aktivitäten und Verhaltensweisen gefragt. Und ihr (extrem viele Männer und eine Frau) so:




Dabei kam dann folgende, durchaus sehenswerte Liste heraus... ich habe mal direkt durchgestrichen, was für uns nicht in Frage kam (weil ieh) oder wir einfach nicht geschafft haben.


Verhalten


·         breitbeinig sitzen
·         popeln, aufn Boden rotzen
·         rülpsen, furzen, sich an diversen privaten Körperregionen hemmungslos kratzen
·         bei Männern rumpöbeln, bei Frauen angraben/pfeifen
·         nie Fehler zugeben
·         jeden anschnauzen der Tipps gibt, weil kann man(n) ja selbst besser
·         ständig an Sex denken und drüber quatschen
·         krass rumfluchen
·         Essen größtenteils mit den Händen
·         Bier nie mit Öffner aufmachen, sondern anderweitig manly
·         Klobrille hochgeklappt lassen
·         ja keine Hausarbeit und nicht aufräumen, Klamotten/Handtücher rumliegen lassen
·         NIE die Anleitungen von irgendwas lesen/befolgen, sonst sofortiger Tod!
·         bei einer Erkältung so tun als würde man sterben


ToDos


·        morgens in maximal 2min umgezogen sein: aus’m Bad, erstbestes aus'm Schrank, fertig
·         idealerweise dadurch etwas tragen was farblich null zusammenpasst und schlabbert
·         Handy/Geldbörse in der Hosentasche tragen, keine Tasche
·         an einem fremden Ort ohne Navi/fragen herumirren
·         Bart aufmalen mit Kajal
·         Männerabend mit manly TV und BIER und Chips
·         nix selbstgekochtes essen, sondern Fast Food oder FLEISCH
·         Feuer machen und grölen „Ich hab Feuer gemacht!“
·         stammtischmäßig politisieren
·         mit gefährlichem Halbwissen über Technik reden, wenn man kein Experte ist
·         kacken und dabei als MINIMUM 30min brauchen, dabei lesen/am Handy zocken
·         Holz hacken und/oder talentlos heimwerken
·         anderweitige körperliche Anstrengung
·         im Stehen pinkeln (...)
·         irgendwas mit Autos oder Fußball im Fernsehen gucken
·         eine LAN machen oder zusammen zocken, dabei schreien und fluchen und nicht verlieren können
·         Muskeln vorm Spiegel flexen und Selfies machen (Bonuspunkte für Jogginghose und Unterhemd)



Schon als wir uns an dem Tag mittags trafen begrüßten wir uns mit einer Brofist, so wie echt krasse boys das halt so tun. Diese Brofist sollte uns noch den ganzen Tag über begleiten, auch in leicht abgewandelter Form des sogenannten "Fist Fist Knucklefight Macho-Clap-Clap-Clap WHOOOOSH", unser komplett eigener Gruß! \o/

Breitbeinig sitzend inhalierten wir dann direkt im Pizza Hut unserer Wahl und ohne unnötiges Besteck extrem fettige Slices und spülten diese mit Softdrinks runter - natürlich weder light noch zero. Dabei haben wir darüber geredet, wie extrem "toll" ich morgens meine kaputten Nike Frees mit Sekundenkleber repariert habe (talentlos heimwerken: check... so halbwegs jedenfalls). Ein weiteres Thema war, wie super wir und wie doof alle anderen sind, und was für Stümper wir schon liebestechnisch so zwischen den Laken hatten.




Danach marschierten wir mehr oder weniger mit uns selber pöbelnd und permanent Artikulierungsperlen wie "Ey DIGGAAAAA" von uns gebend durch ein Einkaufszentrum und kratzten uns sogar einmal heimlich an unseren Boobies! Ganz eventuell sind uns auch diverse Gase respektive Nachwirkungen von der Pizza entfleucht. Tussiläden haben wir übrigens ziemlich willensstark ignoriert und mindestens einmal habe ich mich verlaufen.

Irgendwann wurde das dann alles langweilig, wir deckten uns im Rewe mit Chips in ultra-manly Sorten sowie einem Sixpack Bier ein und traten den Weg zu mir nach Hause an. Natürlich konnte ich es mir mit meiner Erkältung tödlichen Krankheit nicht nehmen lassen, ein paar Male leidend aufzustöhnen und zu betonen, wie arm ich doch nun dran sei. Zu Hause ließen wir brav die Klobrille hochgeklappt, räumten unseren Müll hinter uns nicht weg und machten eine wLAN mit reichlich taktischem Geschwafel und Gefluche.



Abends setzten wir uns ziemlich faul mit unseren erjagten Chips und dem eisgekühlten Bier vor den Fernseher und schauten, ob wir eine tolle Panzerdoku, irgendwas mit Autos und Motorengeheul oder Fußball auftreiben konnten. Stattdessen blieben wir an einer Reportage über WoW und die Entwicklung von MMORPGs hängen und regten uns darüber auf, was für dumme Fakten da teils total hanebüchen erläutert wurden. Zwischendurch rülpsten wir empört Beck's-Dämpfe in die kalte Raumluft hinein. Stilecht haben wir auch unsere Hände in der Hose geparkt #LikeAlBundy.


"Männerabend" - The Aftermath

Am nächsten Tag brauchten wir beide weit unter 10min im Bad, warfen uns die erstbesten Klamotten über und gingen zum Bäcker, um Mettbrötchen zu frühstücken. Mit tonnenweise Zwiebeln drauf. Und kochend heißem, schwarzen Kaffee, Junge! Wenn das mal nicht das krasse Gegenteil von tussig ist.


Fazit


Abschließend möchte ich mir eine 9/10 geben und meiner Freundin eine lieb gemeinte 8/10 (hier bitte den dummen Tonfall von den Das-Perfekte-Dinner-Menschen beim Bewerten vorstellen). Diese wahnsinnige Differenz von einem Punkt rührt daher, dass ich mich lustigerweise kaum anstrengen musste, meine Freundin aber zuweilen aus der Rolle zu fallen drohte.

Am Allercoolsten fand ich übrigens die Diskussion, die auf Twitter in meinen (explodierenden) Mentions unter vielen Männern entstand - und zwar zur Frage, was nun wirklich "männlich" ist, und was einfach nur widerlich oder stumpf.

Erst Vorschläge, dann Entsetzen. Jaja

Also: Danke an alle, die mehr oder weniger ernste Vorschläge gebracht haben. Danke für die Diskussion untereinander, ob sich jeder Mann schon mal aus Spaß 'nen Hitlerbart rasiert hat, und wie viel wehleidig okay ist und wie viel doch zu weinerlich. Danke für die Thematisierung der Frage, ob wirklich jeder Typ im Stehen pinkelt, und ob man sich als Frau testweise eine "Urinella" zulegen sollte. Danke für die Klärung der Frage, ob "Beamter" ein klassisch-männlicher Beruf ist und wie lange ihr auf dem Klo verbringt und was ihr dabei treibt. Ich hatte selten so viel Spaß beim Lesen meiner Twitter-Benachrichtigungen!

*verneig*

Freitag, 23. Oktober 2015

Das Fazit zur "Girly Challenge"

Howdy!

Heute gibt es das lang erwartete FazitMitKrasserBewertung™ zu diesem einen Mittwoch, der für immer eingehen wird als der Mittwoch, an dem Acid mit der furchtbaren #EmojiflutDesTodes twitterte und Instagram verseuchte. Meine Freundin hat sich extra hingesetzt und jeden einzelnen Teilpunkt bewertet!

Bevor ich sie hier aber zu Wort kommen lasse, mal ein fettes Danke an euren Humor! Gerade die männliche Followerschaft hat wunderbar ironisch und gekonnt reagiert, und das hat mich extrem unterhalten (und innerlich bei Laune gehalten)!




* * *

Super krasses Tuss-O-Meter für die Girly Challenge


>>  einen Tag lang nicht panzerlike kommunizieren/benehmen

3/10:
Hat jedes Mal die Lage vergessen und sonstwas an Sprüchen rausgehauen („Digga, lass mal XY machen!“) oder tief und dreckig gelacht, es selber gemerkt und dann verzweifelt versucht sich zu korrigieren.

>>  exzessiv Shoppen gehen

9/10:
Waren in zwei verschiedenen Einkaufszentren, in diversen Schuh- und Schmuckläden und haben erfolgreich etwas erbeutet. Haben uns sogar Freundschaftsarmbänder zum Selberbasteln gekauft. Einziger Punktabzug: Hat super laut und boyfriend-like in der Umkleide kommentiert, wie „hammergeil“ die enge Hose an mir aussieht und dadurch eine fremde Frau zutiefst verstört.

>>  nur girly Popmusik hören

7/10:
Hat Lady Gaga gehört, aber nichts "Schlimmeres" und schon gar keine Boybands wie One Direction. Okay, aber etwas enttäuschend.

>>  Nägel pink lackieren

10/10:
Hat sich die Nägel NEONpink lackiert. NEONpink! Jede RTL-Nachmittagsfernsehen-Braut wäre neidisch gewesen.

>>  abends Bier und Vodka gegen was anderes tauschen und nichts mit 10k Explosionen gucken

8/10:
Haben sogenanntes Pussybier mit „Summer Holunder“ Geschmack getrunken, Sweet Thai Chips gehabt statt BBQ-Western-Blablubb und haben Patrick Jane bzw. Simon Baker in „The Mentalist“ angesabbert.

>>  Drölfzig Selfies machen mit typischer Pose und eines auf Instagram hochladen

11/10:
Hat bereits direkt nach Mitternacht ein obnoxious Selfie mit „tollen“ Hashtags hochgeladen. Bonuspunkt für das Foto von der Handyhülle, die sie tatsächlich auch den ganzen Tag benutzt hat!

>>  mit tonnenweise Emojis und Hashtags twittern

9/10:
Wenn sie getwittert hat, war es furchtbar.


Szenen des Amüsements aber auch der
Traumatisiertheit spielten sich auf Twitter ab


Gesamtwertung: 7/10
Der Wille war da, aber man kriegt den manly Anteil nicht aus der Acid. Funfact: Sie ist zu grobmotorisch um das Armband alleine anzulegen!


* * *

... äh... ja... danke an dieser Stelle an meine Freundin. Abschließend noch eine Feststellung von mir: Nein, ich mache das nicht öfter. Sich auf Krampf verstellen ist als Gag für einen Tag okay, aber mehr auch nicht. Eventuell räche ich mich nächsten Monat mit einer "Manly Challenge" an ihr... höhöhö.

Die Moral von der Geschichte: Am besten ist man immer noch, wenn man man selbst ist! Es gibt genug Menschen (inklusive besagter Freundin), die mich so mögen wie ich bin, und wer das nicht tut... der hat halt Pech gehabt, ne? :)

Dienstag, 20. Oktober 2015

Acid Blues und die klischeehafte Weiblichkeit des Schreckens

[INTERLUDE] An dieser Stelle möchte ich sicherheitshalber erwähnen, dass in diesem und dem nächsten Post viele typische Genderklischees bedient werden. Das ist nicht bösartig gemeint, sondern... ach kommt schon. Stock aus'm Popo und keine srs bsnss Genderdebatte draus machen. Alles harmlos und nur Spaß, danke! :)[INTERLUDE ENDE]

Wären mein Benutzerbild und meine liebliche Stimme nicht, würden mich anhand meiner schriftlichen Ergüsse sicher viele mit dem anderen Geschlecht verwechseln... habe ich mir sagen lassen >:(

Weil ich ständig von "meiner Freundin" quatsche, von Bier, Vodka, Chips, Steak, Actiongedöns und allen anderen Dingen, die klischeebehafteterweise immer Männern angehängt werden. Weil ich #battlebro in meiner Twitter-Bio stehen hab, und weil ich 'ne sehr direkte Art habe. Weil ich zur Entspannung CoD zocke, über Splatterfilme lache und mir von den meisten Duftkerzen übel wird. Weil meine ehrliche Lache voll die dreckige Bauarbeiterlache ist und ich viele Rülpswettbewerbe gewinne (Bass, Bass, wir brauchen Bass...!). Weil mein Kleiderschrank hauptsächlich die Farbe Dunkelbunt beinhaltet, nur sehr wenige Röcke oder Kleider und ich - glaube ich - rein gar nichts flieder-rosé-pastellfarbenes besitze. Weil ich Bundeswehrstiefel und Bikerlederjacken voll knorke finde und mir beim Sitzen nicht elegant die Beine übereinander schlage. Weil mein großes Idol dieser Machotyp mit den drei Schwertern aus OnePiece und mein Ego riesig ist. Weil ich aus allem einen Wettbewerb machen kann, ein schlechter Gewinner und ein schlechter Verlierer bin, und weil ich mich mit einer Erkältung dem Tod nahe fühle.

Wenn ich versuche, jemandem vorsichtig und sensibel die Meinung zu sagen, dann ist das in etwa so, als würde ich am Steuer eines fetten Panzers sitzen und durch das emotionale Blumenbeet der jeweiligen Person brettern wie Godzilla auf Amphetaminen durch eine x-beliebige Großstadt. Und ich hasse nichts mehr, als wenn man Leuten alles aus der Nase ziehen muss oder raten soll, was sie eigentlich meinen! Ich sage gerne was Sache ist, und erwarte das einfacherweise auch von meiner Umgebung. Ich nehme euch grundsätzlich wörtlich, und wenn ihr das gar nicht so meintet, dann habt ihr halt ein Problem. Und meine Ausdrucksweise ist wohl selten ladylike. Tja nun!




Aufgrund meiner geringen Größe (1,66m) und vermutlich, weil ich ab und zu doch kurzfristig furchtbar kawaii sein kann, wecke ich allerdings regelmäßig eine Art Beschützerinstinkt bei diversen männlichen Individuen. Minimale Balance ist also dennoch gegeben... irgendwie.

Meine Freundin, die eigentlich eben nicht meine Freundin ist, sondern dafür meine BF4life und all der ganze Herzchenscheiß, liegt mir jedenfalls öfter damit in den Ohren, ich möge doch bitte mal femininer werden. Zumindest ein ganz kleines Minibisschen! Weil mir sonst sicherlich bald ein Bart wächst, ich plötzlich 1,90m groß werde und voll die breiten Ringerschultern kriege. Sie sagt, ich kann aus jedem noch so "tussigen" Thema irgendwie wieder was total kerlig anmutendes machen. Wenn ich z.B. über Nagellack rede, dann über Speziallack mit Nylonfasern, der wie ein Schild alles am Nagel abprallen lässt - quasi das Batman-Gadget aller Nagellacke. (Ich finde das nach wie vor total supi! Cate Archer wäre neidisch!)
... dass ich Hello-Kitty-Zeug besitze, ignoriert sie dabei galant. Das ist ja eine zu vernachlässigende Ausnahme.


Ich bin wie Edward an seinem Klavier, nur weniger dramatisch.


Also waren meine Freunde mal so gemein, mir folgende, extrem klischeehafte Aufgaben zu stellen, um die magische Transformation zu starten:
  • einen Tag lang nicht panzerlike kommunizieren/benehmen
  • exzessiv Shoppen gehen (brauche eh eine neue Tasche /o\)
  • nur girly Popmusik hören
  • Nägel pink lackieren
  • abends Bier und Vodka gegen Prosecco oder Aperol Spritz oder weiß der Geier was eintauschen und dabei nichts mit 10k Explosionen gucken/zocken
  • Drölfzig Selfies machen mit typischer Pose und eines auf Instagram hochladen
  • mit tonnenweise Emojis und Hashtags twittern

Meine Freunde hassen mich alle.

Am Schlimmsten bzw. Schwierigsten werden für mich wohl Punkt 1 und 7 auf der ToDo...
Das alles sollte aber an einem Tag (MORGEN) problemlos machbar sein (leises Wimmern), und vermutlich werde ich danach vor lauter Anstrengung implodieren, aber ich werde es durchziehen und von einem hochseriösen Wissenschaftler meiner Freundin anschließend meine Östrogenwerte messen meine girly skillz bewerten lassen. Die hängt morgen eh 24/7 mit und bei mir ab. Und hat angedroht, mir ihre rosafarbene und glitzernde Handyhülle für diese Zeitspanne aufzuzwingen.

Ich werde die Tage natürlich hier dokumentieren, wie es so gelaufen ist und wie sehr ich gelitten habe. Und wenn ihr morgen auf Twitter eine Emoji-Flut von mir seht, dann wisst ihr was Sache ist.

Gnadenschuss, anyone...?

Samstag, 4. August 2012

Lebst du noch oder postest du schon?

Während ich gerade schon ungelogen seit über 3 Stunden mit dem Upload einer 18min-Folge beschäftigt bin, kam mir ein im Nachhinein irgendwie sehr offensichtlich wirkender Gedanke...

YouTuber, Twitterer etc... ganz, ganz viele updaten permanent, also beinahe schon im Minutentakt, was so alles in ihrem Leben abläuft. Und filmen wirklich ALLES, was sie tun. Vor allem, wenn sich auch noch zwei oder mehr einer der genannten Spezies im selben Raum befinden.
Als ein Let's Player neulich bei mir zu Besuch war, haben wir irgendwie ständig Bemerkungen fallen lassen wie "Wär das nicht ein lustiges Video?", und uns teilweise sogar extra überlegt, was man denn so filmen könnte, als Bonus-Zwischendurch-Videos.

Im Nachhinein stimmt mich das schon etwas nachdenklich. Kann man denn wirklich gar nichts mehr unternehmen, erleben, kaufen, essen, lieben ohne es gleich bei Facebook, Twitter oder YouTube zu veröffentlichen? In erster Linie mache ich all diese Sachen doch für mich, ohne darüber nachzudenken was andere davon haben! (Ausgenommen natürlich meine Let's Plays aus offensichtlichen Gründen.)

Und ja, auch ich poste regelmäßig bei Facebook und Twitter. Und manch einer möchte mich jetzt vielleicht Heuchlerin nennen.
Aber: Ich instagramme nicht jede einzelne Mahlzeit. Steht Essen vor mir auf dem Tisch, bin ich ganz oft viel zu sehr darauf fixiert, es runterzuschlingen weil es so gut riecht und ich monströsen Hunger habe und Essen einfach liebe. Und es muss halt nicht jede olle Currywurst oder jeder Müsliteller auf Instagram landen, imo. Gerade bei so simplen Sachen wie Eintopf sieht das Bild ganz schnell nach bereits verdautem und wieder zu Tage befördertem Essen aus. Da hebe ich mir das Geknipse lieber für richtig schick und lecker aussehende Ausnahme-Gerichte auf.
Beginne ich eine Beziehung, überlege ich es mir vorher ebenfalls gut, ob ich nun den "Vergeben"-Button beim Gesichtsbuch hämmere, damit jeder ungefragt seine Meinung zur Kompatibilität beider Personen abgeben kann. Und wenn ich mich schminke und schick anziehe, ist nicht meine erste Amtshandlung im neuen Outfit ein Foto von schräg oben links für meinen Blog, damit mich andere fragen können, wo ich die tollen Sachen herhabe.

Kurz: Ich kann auch durchaus existieren, ohne alles online zu protokollieren. Ich fände es schade, nicht mehr vernetzt zu sein, wenn mein Internet gekappt wäre - aber viel eher wegen den tollen Leuten, die ich durch meine Hobbies online kennen gelernt habe und die teilweise zu echten Freunden mutiert sind, und nicht, weil ich nicht mehr jede Nanosekunde meines Lebens für einen Haufen Fremder dokumentieren kann. Sondern wegen stundenlangen, tollen Skypegesprächen, gemeinsamem Zocken, schlichtem Herumnerden...

Quizfrage an euch Leser: Na, hoffentlich fallen euch auch noch ganz viele Sachen ein, die ihr in letzter Zeit gemacht habt, ohne alles irgendwo zur Schau zur stellen? Manchmal ist ein wenig Privatsphäre sogar sehr förderlich, um weiter Spaß an einer Sache zu haben. Manchmal braucht man noch etwas für sich, sich ganz allein, ohne dass 100 Leute es mit Daumen hoch oder Daumen runter bewerten.