Sonntag, 12. März 2017

Closed for maintenance

Mal ein paar Worte, weil anscheinend immer noch Leute glauben, ich stampfe täglich dreimal mit dem Fuß auf und schreie "MIMIMI!!" wegen den Tweets letzten Mittwoch. Weil 140 Zeichen einfach zu wenig sind, egal wie viele davon man aneinander hängt.

Antwort: Nö - die waren nur der allerletzte Tropfen in einem übervollen Fass, dessen Oberflächenspannung bereits kurz vorm Zerbersten war. Fakt ist stattdessen - und es ist mir fürs Erste egal, ob das zuviel TMI ist: Mir geht es absolut nicht gut. Und der Handvoll Leute, die überhaupt gemerkt hat, dass ich aktuell fast überall ein Schloss vorgemacht habe und größtenteils die Klappe halte, erzähle ich hier die Gründe.

Laut einer Person, die ich mittlerweile aussortiert habe, habe ich absolut kein Recht dazu, mich scheiße, traurig, wütend oder depressiv zu fühlen, nur weil ich jetzt mehr verdiene als vorher. "Halt die Fresse und guck auf deinen Kontostand, andere verdienen weniger für noch mehr Stress."

Das. Ist. Vollkommen. Hirnverbrannter. SCHWACHSINN HOCH ZEHN!!




Erstens drücke ich ab jetzt 500€ monatlich an die Rückzahlung meines Studienkredites ab, da auch ich überraschenderweise nicht mit steinreichen Eltern gesegnet bin, und bin unterm Strich absolut nicht wohlhabend. Ich arbeite aktuell größtenteils dafür, um mich wieder "freizukaufen" und nebenbei meine Miete sowie Grundbedürfnisse zu bezahlen.

Zweitens kann man in einigen Fällen den Faktor "Leid" nicht einfach so pauschalisiert vergleichen und ranken. Wer bereits eine gewisse Grundbelastung angesammelt hat und sich nie wirklich erholen konnte, dessen Belastbarkeit nimmt zwangsläufig immer weiter ab. Wer darüber hinaus noch zahlreiche andere Stressfaktoren im Leben hat... nun ja, ihr könnt es euch ab 10% Empathie aufwärts vielleicht denken.

Über mein Gehalt würde ich nie meckern. Stattdessen bedaure ich es, dass ich aktuell teilweise genauso viel Stress habe wie bei meinem alten Arbeitgeber, den ich genau wegen so etwas verlassen habe.
Dass ich körperlich jede Woche mehr abbaue.
Dass ich phasenweise absolut heftige Schlafstörungen habe.
Dass ich jeden Mist im Hinterkopf mit mir herumschleppe und nicht einfach abschalten kann, worunter alle meine Hobbies leiden.
Dass sich die Arbeitswoche zieht wie Kaugummi, wohingegen das Wochenende mit einem Fingerschnipsen um ist, und weswegen ich außer Hausarbeit und platt rumsitzen nie wirklich viel schaffe.
Dass ich mich mehrfach täglich frage: "Soll es das gewesen sein? So geht's jetzt weiter, bis du in Rente gehen kannst?"
Dass ich - weil die Miete im Randgebiet billiger ist - täglich drei Stunden nur im öffentlichen Nahverkehr verbringe.
Dass ich täglich in eine Wohnung zurück komme, in der seit einem Dreivierteljahr unausgepackte Umzugskartons stehen, weil Möbel verdammt teuer sind, man ohne Rücklagen nicht einfach alle auf einmal kaufen kann und andere Dinge erstmal Prio 1 belegten und ebenfalls mühsam angespart werden mussten.
Dass ich ergo keinen Ort habe, an dem ich mich wirklich zu 100% wohl fühle.
Dass ich ehrlich gesagt seit Jahren keinen Ort hatte, an dem ich mich wirklich zu 100% wohl fühle. Dieser hier käme nah ran, wäre er näher am Geschehen dran und würde nicht zur Hälfte aussehen wie ein Lagerraum.
Dass letztes Jahr was passiert ist, was mich immer noch extrem belastet, und mich vermutlich auch nicht so schnell loslässt.
Dass ich Leute im Nacken hatte, die bespaßt werden wollen, weil sie nicht raffen, wie es mir geht - obwohl ich sowas mehrfach offen gesagt habe und man selbst auf Twitter mit einem IQ, der höher als der einer Scheibe Toast ist, gemerkt haben dürfte, dass ich mein Limit erreiche.
Dass Freunde beleidigt waren, wenn ich mich nicht tagtäglich mit ihrem Leben beschäftigt habe, weil ich selbst nicht mal genug Kopf für mein eigenes habe.
Dass andere Freunde sich mies fühlten, weil sie außer ein paar netten Worten nichts für mich tun konnten.
Dass teils gänzlich Unbeteiligte einfach saudumme Sprüche abgelassen haben, wenn es am wenigsten angebracht war.

Die letzten vier Punkte sind in der Vergangenheitsform geschrieben, weil ich mich darum gekümmert habe - auf eine Art, die die ist, die alle Beteiligten verdienen, auch wenn sie nicht die sein mag, die sie brauchen.




Jemand meinte gestern zu mir, ich "sei ein Gewinn für jeden, der mich kennt". Erstens scheinen das einige Leute nicht ganz deckungsgleich zu betrachten, und zweitens würde ich das aktuell auch selbst keineswegs so unterschreiben. Man muss mich schon arg lieben oder ein krasser Masochist sein, um mein unverstelltes Ich zur Zeit total toll zu finden. Ich bin gerade ein sehr, sehr müder und zynischer Mensch, der etwas zu oft seine Laune an seiner Umwelt auslässt, weil er keine Energie mehr hat und der deswegen auch keinen tollen Onlinecontent produzieren kann.

Und der sich deswegen zum Großteil online zurückzieht und aus Eigen- und Fremdschutz Leute wegschubst. Zum Beispiel, indem man bei allen Messengern, bei Skype und bei Facebook nur noch Leute behält, bei denen man sich nicht unwohl fühlt, wenn es um das Ansprechen bestimmter Dinge geht. Leute, die verstehen, wie es einem geht, und/oder genug Energie und konstruktive Empathie haben. Leute, die sich durch einen selbst nicht schlechter fühlen, und durch die man sich auch nicht schlechter fühlt.

Meine aktuellen digitalen Komfortzonen sind Steam, Goodreads und Instagram, einfach weil die auch mit meinen Hobbies verknüpft sind. Auch hier habe ich allerdings dicht gemacht und aussortiert - genau wie auf den üblichen Plattformen. Auf meinem SWtoR-Twitter treibe ich mich ebenfalls noch rum, einfach, weil ich dort nicht die Masse an Replies produzieren kann, wie auf dem Hauptaccount. Vielleicht liegt es an meinem derzeitigen, nahezu nicht existenten Nervenkostüm. Aber ich hatte in letzter Zeit das Gefühl, ich konnte schreiben was ich wollte - irgendwer war immer angepisst oder hat es als Gelegenheit für blöde Sprüche gesehen. Generell scheint der Großteil auch nicht zu raffen, wenn ich mal etwas todernst meine. Weil ich ja sonst auch immer so lustig sarkastisch bin, hihihi.

Ich bin mir ziemlich sicher, ich könnte auf dem Acid-Account auch völlig ernst gemeint twittern, dass ich mir gleich die Birne wegschieße, und es würde Favs und blöde Replies hageln. Ist ja nur Acid, die reagiert doch immer so. Die kann das ab. Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus!

So ein Echo möchte ich gerade nicht. Ich brauche eine gewisse Bubble, um "Selfcare" betreiben zu können, während ich weiterhin die ganze andere Scheiße mit mir herumschleppe. Ich möchte mich nicht auch noch auf sozialen Plattformen über Leute ärgern oder aber krampfhaft den Mund halten müssen. Ich will mich zur Entspannung und Ablenkung einloggen, und nicht auch noch dort Schadensbegrenzung betreiben müssen oder aber noch mehr den Glauben an die Menschheit verlieren.

Vielleicht schreibe ich ab und zu mal einen Blogpost.

Vielleicht lasse ich es aber auch, bis es mir wieder besser geht und ich Luft zum Atmen habe.




(Wenn es hierunter oder unter der automatischen Twitterverlinkung gemeine oder einfach nur blöde Sprüche geben sollte, dann verlässt mich übrigens wirklich der allerletzte Glauben an meine Leser und Follower.)

Montag, 27. Februar 2017

Week Recap #06 - Kurz und knapp

Ich | ... hätte nie gedacht, dass ich mit bestimmten Leuten wieder eine echt gute Zeit haben kann, wohingegen mich andere ungemein enttäuscht haben.


Die anderen | Manchmal surft man wohl in zwei komplett gegensätzliche Richtungen und verliert die gemeinsame Wellenlänge. Freundschaften sind häufiger temporär, als man es überromantisiert annimmt.


Gedankenfrikassee | 1. Desinteresse ist auch eine aussagekräftige Kommunikationsform. 2. Ich brauch 'nen Alex. Ich glaube, ich erfinde eine Variation mit Vodka.


Buchzitat der Woche | Mal wieder aus "Will Grayson, Will Grayon". Weil es leider wahr ist.





Reactionbild der Woche | Lasse ich mal kommentarlos und ebenso komprimiert wie den Rest des Posts stehen.



Freitag, 24. Februar 2017

Zitronenlimonade

Gedanken, nachts, im Zug nach Hause | Diese saudämliche Floskel vonwegen - wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach Limonade draus...!

Man könnte es ja auch mit Portal 2 halten und sagen: Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann verlange danach, den Manager zu sprechen. Sag, du willst die Zitronen nicht. Bitte um, nein, verlange nach einer Retoure! Bring das Leben dazu, die Zitronen zurückzunehmen. Aber auch so läuft das Leben nicht. Nirgendwo ist ein Kassenbon mit dem du einen riesigen Aufriss machen kannst. Nirgendwo ist eine Quittung.

Das Leben ist seine eigene Quittung.

Das Ding ist, es läuft doch eigentlich alles ganz anders ab.
Da kommst du daher und siehst einen schnieken Limonadenstand. Alles ist perfekt, aber der Inhaber ist ein absoluter Vollpfosten. Du fragst dich, wie er je einen Limonaden-Produzier-Abschluss geschafft hat, weil er mental die absolute Nulpe ist.
Du beginnst am Stand herumzulungern. Die Limonade schmeckt dir so gut, und der Stand ist so gemütlich... du fühlst dich wie zu Hause. Da ist diese komische Anziehung.

Und dann, eines Tages, verlässt der Besitzer den Stand ganz kurz, weil Toilettenpause oder was weiß ich was. Du bist gerade da. Der Stand ist alleine. Es kommen andere potentielle Kunden vorbei und wundern sich, warum der schöne Stand alleine ist und niemand daran Limonade produziert. Unmut macht sich breit. Erste Kunden beginnen, interessiert hinter den Tresen zu spähen. Du gönnst den anderen Leuten den Stand nicht, weil du ihn selbst so toll findest, und klammheimlich hast du eh schon immer davon geträumt, ihn selbst zu bedienen.
Du schlenderst zaghaft hinter den Tresen. Du versuchst die Geräte zu benutzen. Erst traust du dich nicht so recht, doch dann läuft irgendwie alles wie von selbst. Es gibt keine technischen Fehler. Alles funktioniert. Du produzierst Limonade. Und herrje, ohne dich selbst loben zu wollen - die Limo schmeckt godlike. Die Kunden sind begeistert, wertschätzen das Ergebnis und bleiben was sie immer schon waren: Beobachter und Konsumenten aus der Ferne. Du passt zu dem Limonadenstand. Du bist eines mit dem Limonadenstand.

Der Vorbesitzer kommt zurück - in Hektik. Er habe seine Schicht vollkommen vergessen. Doch der Limonadenstand gehört nun dir. Du hast alle Rechte. Für andere ist der Zugang gesperrt. Der Limonadenstand funktioniert gar nicht mehr in Harmonie mit dem vorigen Inhaber; dieser hat keinen Zugriff mehr. Sie sind nun einfach inkompatibel. Du fragst dich kurz, ob du ein schlechtes Gewissen haben sollst. Aber dann denkst du - warum? Der Dulli hat sein Eigentum völlig unbeaufsichtigt im Ungewissen gelassen. Hättest du nicht gehandelt, hätten andere gehandelt. Und mit dir ist der Stand doch eh viel besser dran. Du wolltest ihn schon immer haben.

Angebot und Nachfrage,.. aber vor allem verdammt viel Glück, und sehr viel richtiges Timing. Verdammt viel Zufall, auch.

Leben halt.

Vielleicht hat die Floskel doch recht. Man muss nur einen Limonadenstand finden, der einem das optimale Setting bietet, um Limonade zu machen. Ohne großartige Umbauten.

Sonntag, 19. Februar 2017

Week Recap #05 - Living da Jetset Life

Ich | Am Valentinstag war ich in Düsseldorf. Im Hotelbad mit der geilen begehbaren Regendusche gab es einen Knopf, der es in eine Blaulichtdisco verwandelte. Und im Schwan in der Altstadt kann man tolle Burger und Pommes essen sowie ein wundervoll herbes Alt trinken. Das sind die immens wichtigen Fakten, die mir am längsten im Kopf geblieben sind. Als stellvertretendes Bild das Doppelbett aus dem Hotel, das als eines der wenigen Hotelbetten, die ich beglücken durfte, tatsächlich eine bequeme Matratze hatte! Alles in allem fand ich es dort super, aber versuchsweise die Barrechnung für den Vormieter des Zimmers angehängt bekommen ist dann doch etwas nervig. Dennoch eine klare Empfehlung für das schön zentral gelegene Holiday Inn Express. Freies, direkt funktionierendes Wifi kriegt mich sowieso immer. Außerdem ist meine Begleitung mindestens fünf Minuten im Fahrstuhl gefangen gewesen (dank permanentem Rauf-Runter-Prio-Transport für das Personal), was mich immens erheitert hat. Ich bin ein schlechter Mensch.


Weder Schokolade noch Keks auf dem Bett. Bin entrüstet.


Die anderen | Die Woche wurde im Prinzip von Essenseinladungen geprägt, was so ziemlich der direkteste Weg in mein Herz ist. Dinge, die ich konsumiert, aber nicht bezahlt habe: Berliner mit Fruchtgummiherz, Bagel, Apfelschorle mit Fump-Verschluss, extrem viel Bounty, der besagte wunderbare Burger mit Pommes, das besagte Altbier, ein Schokoküchlein mit flüssigem Kern, ein sauleckeres vegetarisches Curry, der weltbeste Apple Crumble. Much love. Ich traue mich dann einfach erstmal nicht auf die Waage. Ansonsten stehe ich ja total auf TMI-Unterhaltungen auf langen Zugfahrten, die furchtbar viele Mitreisende offenden. 5/5 Sternen, gerne wieder! Und irgendein Mitarbeiter der DB denkt übrigens, dass "nebeneinander sitzen" auch zwei Gangplätze in der selben Reihe inkludiert. Breit definiert hat er sicher Recht. Ach.


Gedankenfrikassee | Meine Prioritäten sind sehr gemächlich dabei, sich in meinem Kopf zu ordnen. Allen, die irgendwann wieder auf mehr Videos gehofft hatten, dürfte das angemessen missfallen. Aber Voreinstellungen, Aufnahme, Nachbearbeitung, Thumbnails basteln und Upload sind nicht mehr mit diesen Prioritäten vereinbar, solange ich einen Vollzeitjob ausübe. Mein Fokus verlagert sich aktuell auf Workouts sowie Schreiben und zur Entspannung "privat" zocken ohne schlechtes Gewissen, wenn nicht auch direkt etwas aufnehme. Sorry.


Buchzitat der Woche | Aus "Will Grayson, Will Grayson" von John Green. Ich fühle mich sehr angesprochen.




Reactionbild der Woche | Trifft u.a. auf die Story mit der Frau, die nach zwei Jahren Schwangerschaft eine Ziege ausploppte, zu.



Montag, 13. Februar 2017

Week Recap #04 - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Ich | Eine Woche Krankschreibung war nahezu Luxusurlaub. Zwar total platt und mit dickem Dröhnschädel, aber so herrlich entspannend. Ab jetzt lebe ich wieder nur fürs Wochenende. Tough luck.


Die anderen | Bemerkenswert viele Leute sind mir letzte Woche auf den Sack gegangen. Mich hat jeglicher sozialer Konformitätsdrang verlassen und ich bin allen direkt ins Gesicht explodiert. Wenn man sich Dinge eine Weile mit anguckt und ständig die selbe Scheiße erlebt, mag man irgendwann nicht mehr. Warum erwarten eigentlich alle, dass man Rücksicht auf ihre Kommunikationsmacken nimmt, und umgekehrt wird nie darüber nachgedacht, was ich eventuell meine und was in meinem Kopf vorgeht? Ursache und Wirkung, Leute. Wer jedes Mal den gleichen Trigger mit vollem Bewusstsein drückt, der darf nicht überrascht sein, wenn es dann auch konsequent knallt.


Gedankenfrikassee | Wenn man sich mehrere Stufen hochgearbeitet hat, ruht man sich nie lange aus, bevor man den Drang nach noch höher und noch weiter hat. Den Everest wird man jedoch nie erklimmen. Leben als ewige Zwischenstation, ewiges "ein bisschen besser ist sicher noch drin". Manchmal wünschte ich, es gäbe einen Treppenlift.


Buchzitat der Woche | "Unf*ck Your Habitat" (Rachel Hoffman) - so much YES. Am Ende eines Tages denke ich oft, ich sei nicht produktiv gewesen - habe aber die ganzen Sachen erfolgreich ignoriert, die nicht lange gebraucht haben. Aber auch die waren oft wichtig. Tja.




Reactionbild der Woche | Für mehr Sheldon'esque Momente, mit denen man einfach so davon kommt!



Mittwoch, 8. Februar 2017

Wie viele Folgen Minecraft bzw. #LITW von Gronkh schaft man an einem Tag?

... ein Selbstversuch, da ich das LP eigentlich gerne gucken würde, aber nicht erst mittendrin anfangen will. Ja ja, ich und mein Komplettierungszwang. Aber es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um mit dem Aufholen anzufangen, da ich aktuell krankgeschrieben bin! :partytrötenemoji:




Zuerst doen wir the math: Zu dem Zeitpunkt des Verfassens dieses Posts (Mi., 8.2.17) sind 353 Folgen online. Jede Folge scheint meist irgendwas zwischen 30 und 32 Minuten lang zu sein, also nehme ich 31 Minuten als Mittelwert. 353*31 =  rund 10.943 Minuten Folgen insgesamt. Das durch 60 sind gerundet 182,4 Stunden. Das durch 24 sind 7,6 Tage, die man komplett nur mit dem Nachholen von Gronkhs #LITW verbringen kann (rund 46,4 Folgen pro Tag) - wenn man denn möchte, ein Cyborg ist der nie schläft und auch nie Pausen macht! Wow! Das war die rechnerische Seite - ich möchte an dieser Stelle mal testen, wie viele Folgen ich unter realistischen Bedingungen an einem Tag schaffe.

09:25 | Ich setze mich mit meinem Müsli an den Rechner und rufe die Playlist (<- das ist ein Link, der trotz Einstellungen sicher mal wieder nicht farbig genug markiert wird, um sichtbar zu sein, ich hasse Blogspot) auf. Erstmal prokrastiniere ich noch ein wenig mit meinen Mobile Games, dann geht's los.




"Pott Roast? Da musste hinterher immer schön kacken gehen, darum heißt das Pott Roast." 
(Gronkh, #LITW Folge 2, entdeckt Nahrung in einer Kiste)


11:35 | Nach drei Folgen, immer mal wieder unterbrochen von ein wenig Rumgeschreibe auf Facebook und Twitter, schlägt bereits mein ADS light zu und ich muss aufstehen und erstmal kurz was anderes machen. Was Ultraspannendes. Abwasch von zwei Tagen.

12:06 | Weiter geht's mit Folge 4 und 5. In letzterer wird philosophiert, ob das Wort "orientieren" irgendwas mit dem Orient zu tun hat (Hashtag Bildungsauftrag). Bisher erkundet der Herr nur die Landschaft und ist noch nicht sesshaft geworden, aber das stört mich nicht. Ich bin angenehm weggetreten von den Medikamenten und das Gequatsche und die sanfte Minecraft-Piano-Musik sind für mich gerade in etwa so entspannend und passend wie verspulte Goamucke für jemanden mit 'ner Pappe auf der Zunge. Durch diverse Ablenkungen ist es nach den Folgen bereits halb zwei und ich koche mir erstmal schöne Restepasta, damit der Magen nicht motzt.

15:08 | Statt der geplanten Folge 6 habe ich beim Essen eine kurze ARD-Doku geschaut und mich anschließend in eine tiefgründige Diskussion bei Telegram (Sind wir glücklich mit unseren Tretmühlenjobs?) verstricken lassen. Ich bin schon sehr, sehr deep unterwegs, ich weiß. Jetzt geht's aber weiter mit #LITW, von dem übrigens nun 354 Folgen online sind statt 353. Yeah.

15:45 | In Folge 7 vertont Gronkh alles mögliche neu, da die originale Tonspur irgendwie total abgefuckt ist. Ich lebe ab sofort dafür, einem erwachsenen Mann zuzuhören, der Grillen- und Froschgeräusche sowie das Fällen eines Baumes nachmacht.




16:19 | Folge 7 wird mehrfach unterbrochen, weil ich nebenbei meine Ablage mache bzw. überhaupt erst eine erstelle aus all dem Dokumentenmüll, den ich nach dem Umzug einfach nur systemlos in meine Schreibtischschubladen gequetscht habe. Ab und zu muss ich nämlich auf Tauchgang gehen und kriege dementsprechend wenig mit. Irgendwann finde ich endlich das Objekt meiner grenzenlosen Begierde - meine Geburtsurkunde - lege einen Siegestanz ein und weiter geht die Folge.

16: 24 | Pünktlich zum Ende der siebten Folge klingelt ein zurückhaltender DHL-Bote und bringt ein Zalandopaket. Als er erkennt, dass ich nicht total irre wie in der "Schrei vor Glück"-Werbung losbrülle, zieht er sichtlich erleichtert fort. Ich muss den Beginn von Folge 8 pausieren und erstmal alles anprobieren. Mea culpa, Gronkh.

16:57 | Stilecht die bonzig aussehenden Businessschuhe mit neongelben Socken eintragend und mit einem grünen Senchatee sowie dem Rest Pasta von heute Mittag geht es weiter mit Folge 8. Hau rein und auch raus, Gronkh.


"Wie Touristen in Amsterdam - erstmal was Schönes durchgezogen."
(Gronkh, #LITW Folge 8, beim Terraforming)


18:12 | Anfang von Folge 10. Acid beschließt, dass sie baden geht, weil 1. Folgenjubiläum, 2. arschkalt sowohl draußen als auch drinnen und 3. - fast am wichtigsten - überraschend viel nebenbei von der To-Do gestrichen. Ich sollte mir öfter vornehmen, viele Folgen von etwas zu gucken. Nebenbei mache ich unglaublich viel administratives Zeug oder springe dann halt doch auf, um eine Kleinigkeit zu erledigen. Einfach um mich nicht bloß wie der letzte Hobo zu fühlen, der nur rumgammelt. Stay tuned.




19:32 | Weiter geht's. Ich möchte an dieser Stelle Vergangenheits-Acid dafür danken, dass sie Vanillepudding gekocht hat und diesen nun mit einer adäquaten Menge Schokosauce beim Weitergucken verwerten kann.

21:33 | Ich weiß nicht, ob ich aus Gronkhs Mund zuvor je Worte wie "Fickgrille" und "verwichste Kackviecher" gehört habe. Achievement unlocked. Die nerven aber auch wie Sau. Ich leide so sehr mit, wenn wieder ein Feld hinüber ist.

22:46 | Jetzt erst beginnt Folge 15. Und warum? Weil ich zwischendurch pausiert und rausgetabbt habe und in einem Strudel aus Twitter und Tumblr versank. Oh boy.
... "Oh boy" denke ich übrigens auch beim aktuellen Folgentitel: "Star Trepp - The Next Generation".

Fazit um 23:23 | Hihi, Schnapszahl! Also: Ich habe keine 46,4 Folgen binnen 24 Stunden geschafft, sondern "nur" 15 in 7,5 Stunden. Aber selbst das ist sehr, sehr ordentlich, vor allem wenn man meine Aufmerksamkeitsspanne bedenkt, die einer sehr hektischen Sinuskurve ähnelt. Zudem war ich keine 24 Stunden wach (gasp).
Ich möchte mir jetzt allerdings nicht ausrechnen wie lange ich brauche, wenn ich ab jetzt unterschiedlich viele Folgen pro Tag bzw. Abend schaue, vor allem, wenn ich wieder arbeiten gehe. Für das entspannte, stressfreie Zuschauen nach Feierabend ist das Let's Play allerdings 100%ig geeignet, und am Ball bleiben wird mir sicher leicht fallen und vor allem auch ohne selbst auferlegten Zwang passieren! Dafür interessiert mich der Kampf "Gronkh vs. Fickgrillen" einfach zu sehr.




Disclaimer: Die Screenshots stammen allesamt aus dem Let's Play.

Dienstag, 7. Februar 2017

"Who's ya daddy?!" - Papa Kola

Howdy Party People!

Ich bin in den wertvollen Besitz von drei verschiedenen "Papa XYZ"-Dosen gelangt: Papa Kola, Papa Shisha und Papa Türk. Vorweg: Das hier sind alles keine Energydrinks, sondern Softdrinks, die mir meine Freundin freudestrahlend angeschleppt hat wegen des geilen Namens und der trippigen Dosen. Mit der Begründung "Die MÜSSEN auf den Blog!" Wer bin ich denn, dass ich sowas abschlage...? Beginnen wir mit dem einzigen, der Koffein enthält, und den ich schon vor Urzeiten auf der Arbeit konsumiert habe, um nicht mit dem Kopf auf die Tastatur zu fallen.


Papa Kola


"Bleib lecker", "Original Kuss-Trunk"... what the fuck? :D Ich habe Angst. Hoffentlich ist es nur etwas "coolere" Cola mit ein wenig Pep (nicht: Speed).




HULK SMASH! | Oh Gott, das Zeug ist GRÜN. Wie geil. Leider trinke ich diese Dose auf der Arbeit und möchte mir die Flüssigkeit zwecks besserer Begutachtung nur ungern in ein durchsichtiges Glas kippen.




... uaaah, was! | Schmeckt wie Cola mit Zitrone, also eigentlich ganz schnafte. Aber der erste Schluck war halt verdammt unerwartet, weil ich irgendwie "nur" mit Cola alleine gerechnet habe. Was sagt denn die Dose...?




Koffeinhaltiges Molkenmischerzeugnis mit Colageschmack. Okay. Vorbild für den Geschmack soll Wassereis mit Colaaroma sein - das Zeug will also Calippo Reloaded sein. Kommt etwas hin, ja, doch... so im Abgang.

Fazit | Ich find's nice. Ich finde eh so ziemlich alles nice, was aussieht wie radioaktiv verstrahlt und Supermans ärgster Feind in Gesteinsform. Das hier heißt auch noch lustig und schmeckt - was will man mehr! Wer schon immer mal eine Mischung aus Zitruscoke und Calippo trinken wollte, ist mit Papa Kola gut bedient. +1, bockt, Daumen hoch, Abo.

Montag, 6. Februar 2017

Week Recap #03 - Zwangsurlaub

Ich | Während man so im Bus und in der Bahn und beim Arzt sitzt, kommen einem die lustigsten und klarsten Feststellungen durchs Hirn gescrollt: Inzwischen sind die meisten derart an meine patentierte "Panzer im Blumenbeet"-Subtilität gewöhnt, dass sie es schon gar nicht mehr merken, wenn ich mal echt subtil bin. Nur Leute, die genauso ticken wie ich, erkennen dann die hintergründige Bösartigkeit. Als Konsequenz denken sehr, sehr viele Menschen, ich sei voll die Nette. Ach.


Die anderen | Erstaunlich wie unreif manche Leute sein können, obwohl sie auf dem Papier so viel erwachsener sind als ich. Irgendwas müssen meine Eltern doch richtig gemacht haben!


Gedankenfrikassee | Manchmal wünschte ich, dieses "Altgeräte mitnehmen" gäbe es auch für Menschen. Dauerhaft metaphorische Leichen aus dem Keller entfernen und so.


Buchzitat der Woche | "Klassenkampf" von André Herrmann - ja, schon vor Wochen komplett gelesen, aber ab und zu gehe ich meine Screenies zitatwürdiger Stellen durch und lache dumm. Das hier war einer der Trigger.









Reactionbild der Woche | Weil passend.



Dienstag, 31. Januar 2017

Der "Verpissimus Prime"

"Es ist zum Kotzen, wie ich meine Freizeit in Slots aufteilen müsste, würde ich jede Bezugsperson glücklich machen wollen. Und ich selbst würde immer auf der Strecke bleiben."

Diese Worte habe ich neulich jemandem geschrieben, als er gefragt hat, warum ich seinen Stream nicht schaue, obwohl ich zu Hause bin. Die Frage war nicht böse gemeint, eher semi-scherzhaft. Aber wenn man sowas jeden Tag hört - von verschiedensten Personen, auf verschiedenste Dinge bezogen - dann triggert das öfter mal das Verbalisieren einer komprimierten, deprimierenden Analyse.

Das Ding ist: Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich nonstop vor Handy und Twitch und Skype hängen müsste, um so etwas hier zu vermeiden:


Das ist eine Minicollage (und das Snippet vonwegen "gut laufen" ist übrigens platonisch gemeint, tiefergehende, beziehungstechnische Dinge würde ich hier nie ausbreiten). Die Nachrichten sind von verschiedenen Plattformen, verschiedenen Leuten und alle beziehen sie sich darauf, dass sie mehrere Stunden oder mehrere Tage lang nichts Neues von mir gehört haben.

Weil ich gerade was anderes machte.
Weil ich Slots für mich brauchte.
Weil ich inzwischen einen Fluchtreflex habe, wenn ich mehrere unbeantwortete Nachrichtenanballungen sehe, sobald ich eine App öffne.
Denn antworte ich jeder Person und schließe die App nicht sofort und es kommen - Gott bewahre - direkt neue Nachrichten, dann befinde ich mich in einer endlosen Spirale aus App-Switching und Zurückschreiben und schwupps, sind mehrere Stunden rum. Passiert das abends, kann ich danach quasi direkt ins Bett gehen.
Geiler Feierabend.

Darum mache ich halt abends oft den "Verpissimus Prime". Darum antworte ich nicht zwingend sofort, wenn es nicht super dringend ist. Darum bin ich selektiv, darum schreibe ich nicht parallel mit drölf Menschen.

Und wisst ihr was? Niemand hat irgendein Recht der Welt dazu, mich dafür anzukacken, solange ich trotzdem ab und zu Lebenszeichen von mir gebe. Siehe 2017-Laber-Video: Ich kann frei darüber verfügen, wie ich meine Freizeit verbringe, die ich noch dazu nicht gerade in Massen besitze. Und wenn ich meinen Feierabend mit drei Folgen Dr. House verbringen möchte und nicht mit Schreiben, dann ist das so.

"Aber Acid, du twitterst doch voll oft!"
Ab und zu einen Tweet rauszuhauen frisst weniger Zeit, als eine komplette, nicht enden wollende Unterhaltung zu führen.

"Aber Acid, du warst eben bei Facebook online! Dann hättest du doch wenigstens mal kurz-"
Wenn ich gerade wegen etwas oder jemand anderem da war und mich dazu entschieden habe, deine Nachricht erst später zu beantworten, dann ist das so. Weil sonst die Endlosspirale des Abarbeitens zuschlägt.

"Aber Acid, man kann auch während man was guckt mit jemandem schrei-"
Wenn ich mich lieber voll und ganz auf irgendein Medium meiner Wahl konzentrieren und es genießen möchte, statt nebenbei auf einen weiteren Bildschirm zu schielen, dann ist das so.

"Aber Acid, ich sehe immer bei Steam, wie du nur vor Clicker Games hängst!"
Die laufen nebenbei. Ab und zu mache ich da drei Klicks und dann habe ich wieder eine halbe Ewigkeit Ruhe. Und wer zur Hölle bist du überhaupt, dass ich mich vor dir rechtfertigen sollte, was ich wo wie stattdessen mache, du Dulli?

Und ich bin verdammt dankbar für jede Bezugsperson, jeden Freund, jeden Bekannten, der das rafft und sich stattdessen einfach freut, wenn man dann doch mal gemeinsam Zeit miteinander verbringt. Vielleicht sogar jenseits irgendeines Messengers.

Montag, 30. Januar 2017

Week Recap #02 - Die Bucketlist schrumpft

Ich | Aktuelles Motto: Militante Herzlichkeit. Wenn das nichts nützt: Ehrliche schlechte Laune. Die Bucketlist schrumpft - mein AG schickt mich alle paar Monate durch die Weltgeschichte und mit jedem Mal werde ich meine Bundeswehr-Klamotten-Packtechnik etwas mehr perfektioniert haben. Und ich wollte schon immer mal Futur II auf diesem Blog benutzen.


Die anderen | Hast du etwas, das andere in der Theorie gerne hätten, bist du der Feind. Selbst wenn es praktisch nichts außer Administrativaufwand und Stress bringt und du selbst innerlich beim Gedanken daran zehn Tode stirbst.


Gedankenfrikassee | Schrödingers Freundschaft, die nur hält, solange man den anderen nicht wirklich kennen lernt.


Buchzitat der Woche | "Reasons to Stay Alive" (Matt Haig)




















Reactionbild der Woche | Tony Stark is really tired of your shit.


Montag, 23. Januar 2017

Week Recap #01 - Waffelidiotie

Das ist in etwa so wie "... previously on Dexter: Ganz viele blutige Dinge sind passiert, und jetzt kommt die nächste Folge". Nur weniger blutig... hoffe ich. Und ich habe Bock auf sowas. Daher mache ich es nun!


Ich | Ich mag seit langem mal wieder, was hinter meinen Augen zurück ins Spiegelbild starrt. Das war nicht immer so. Wenn sich jetzt noch das Äußere sukzessive dem Innenleben anpasst, dann würde da sogar noch einiges mehr an Eigensympathie gehen.


Die anderen | Die schier geniale Idiotie des Monats Januar begeistert mich unendlich. Ich habe lapidar einen Satz dahergesagt, jemand anders hat nur minimal weniger lapidar geantwortet und nun ist da stattdessen urplötzlich eine ganze Geschichte. Wenn man öfter Leuten ins Gesicht sagen würde, was man denkt, könnte auch noch öfter Großartiges passieren. (Außer es ist negativ, und es ist euer distanzierter Chef. Dann macht das bitte nicht unbedingt.)


Gedankenfrikassee | Wenn jemand, der Waffeln verabscheut, durch eine Waffel mit unglücklich hohem Momentum getötet wird, dann ist das blanke Ironie. Und meine Metaphern waren auch schon einmal verständlicher für Non-Insider.


Reactionbild der Woche |


Sonntag, 15. Januar 2017

Tranquini Jade - Biotonne Reloaded?

Kennt ihr noch das Zeug, was hier eine Randerwähnung fand...? Wenn nicht, auch nicht schlimm - eher besser für euch. Immerhin habe ich Tranquini als "Biotonnenwasser aus dem Schrebergarten" bezeichnet.

Brace yourselves, es gibt eine zweite Version: "Jade"! Klingt das nicht unglaublich edel?


Farblich eher Rasen als Jade, aber gut.

Die Dose beschreibt sich selbst als unique taste from Green Tea notes - Angst. Ich liebe grünen Tee. Bitte ruiniert mir hier nicht grünen Tee. Ich weine sonst in der Ecke, während "Bring Me To Life" von Evanescence läuft. Ansonsten gilt für diese Sorte natürlich der übliche Hippiekram von Tranquini: Fühl dich positiv, relaxed und all das andere Feelgood-Gedöns. Na dann.


Geruch | Sehr lascher, herber Zitroneneistee. Aus einem riesigen Tetrapack. Wir alle wissen, was für eine Art Eistee ich meine.


Geschmack | Sehr lascher, herber Zitroneneistee. Mit einem Hauch von sehr künstlichem Grüntee-Aroma. Das macht es immer noch ca. 1.000x trinkbarer als das normale Tranquini, aber für so ein Erlebnis muss man dennoch nicht diesen Preis ausgeben. Da reichen auch besagte Massen-Tetrapacks.


Fazit | Das langweiligste Tee-Erfrischungsgetränk aller Zeiten. Aber kein Anschlag auf die Geschmacksknospen. Kaufe ich nicht noch mal, aber ich habe nun meine PTSD von der blauen Dose überwunden. Yay!

Sonntag, 8. Januar 2017

Wie viele Lippenstifte kriegt man in einem Jahr leer?!

(Dieser Post dürfte für die Herren eventuell weniger interessant sein, außer sie möchten einmal einen erschreckenden Einblick ins weibliche Kosmetik-Kaufverhalten bekommen.)

Woran erkennt man, dass man zu viele Lippenprodukte besitzt...?
Indem man morgens immer den gleichen Lippenstift benutzt, irgendwann beim Aufräumen die unterste Malm-Schublade im Schlafzimmer aufmacht und einen Schlag bekommt. Soooo viele Sachen, so viel mehr Auswahl, aber irgendwie greift man halt innerhalb seines morgendlichen 10min-Zeitfensters immer zu dem, was eh schon parat liegt. Ich habe die Misere einmal aus der Kommode entfernt, ausgebreitet und gezählt:


Viel. Zu. Viele. Lippensachen.

- 33 Lippenstifte (+ 3 Miniproben)
- 6 Lipglosse
- 2 Lipliner

Die Lipliner und Glosse sind völlig im Rahmen, zudem sich hier auch keine Farbe wiederholt. Aber welcher Mensch braucht 33 (eigentlich 36) Lippenstifte?! Richtig, niemand. Außer man ist Beautyblogger. Bin ich das? Nein, herrje!

Darum habe ich jetzt in ein hübsches Aufstelldingsi mit zwölf Fächern die alltagstauglichsten Farben gestellt und es präsent im Bad positioniert, damit ich es morgens nicht mehr so leicht ignorieren kann. Und zwei Farben, die eh fast "alle" sind, an meinen typischen Entzombiefizier-Platz (Küchentisch) gelegt - zusammen mit dem anderen Kram, den ich mir ins Gesicht klatsche, damit mich meine menschliche Umwelt als einen der ihren wahrnimmt.


Meine ersten 14 Opfer..

... ja, da sind auch Tester bei. Nein, ich klaue nicht in Drogerien. Ich kenne aber jemanden, der bei Karstadt gearbeitet hat und mir mal ausgemusterte (unbenutzte!!) Tester mitbrachte.

Last but not least der absolute Stolz meiner Sammlung, den ich heute auch schon auf Instagram präsentiert habe:

MAC Wonder Woman Limited Edition

Den habe ich vor drölf Jahren mal für rund 20€ gekauft, vielleicht dreimal benutzt und Gottseidank ist er immer noch in Ordnung. Ich muss mir abgewöhnen, Dinge "aufzusparen", weil sie besonders sind - wenn sie schlecht werden, bringen sie einem auch nichts mehr!

Fazit: Hiermit erweitere ich meine Neujahrsvorsätze also um "Erstmal keine Lippenstifte mehr kaufen" und werde mal schauen, ob man es schafft, innerhalb eines Jahres ein paar Exemplare von den armen, ungeliebten Dingern aufzubrauchen. Tschakka.

Montag, 2. Januar 2017

Go home 2016, you’re drunk. Hi 2017, nimm dir 'nen Keks.

Das hier ist der grobe Text vom Video, was zeitgleich online gegangen ist. Falls jemand mitlesen oder meine engelsgleiche Stimme ignorieren möchte :D


Einleitung | In 2016 sind vor allem eines: verdammt viele Menschen gestorben. Manche weit weg, manche sehr nah dran. Ganz viele Promis, aber auch Leute, die nicht berühmt-berühmt waren, sondern im eigenen Herzen (und dem anderer auch) berühmt. Wichtige Menschen. Ich? Bin immer noch da.

Um ehrlich zu sein habe ich in manchen Momenten an diesem Fakt gezweifelt - manchmal waren es kurze, dumme Momente - abstruse Gedankenfragmente. Manchmal dehnten sich diese Momente aber auch über Wochen hinweg aus. Keine Angst, wie man sieht, geistere ich immer noch durch Social Media. Ergo (über)lebe ich noch. Dies ist keine Nachricht aus dem Jenseits. Ich würde behaupten, dort gibt es eher schlechtes WiFi.

Es gibt eine Handvoll Leute, die meint, ich sei in den letzten Monaten teils viel zu offen gewesen. Einige sind mir entfolgt, andere sind noch da, sagen aber, einige meiner Tweets beispielsweise würden sich „wie die eines jammernden Emo-Teenies lesen“. Vielleicht mochte es unprofessionell sein, vielleicht ließ ich zu viel an mich ran. Der Grund ist jedenfalls: mir ging es den Großteil von 2016 nicht wirklich gut. Entweder hatte (habe) ich eine Baustelle, oder hatte (habe) direkt mehrere auf einmal. Das strengt an. Das zerreibt ein wenig die Struktur vom Nervenkostüm. Und wenn man vergleichsweise wenige Follower hat wie ich, die man teils auch privat kennen gelernt hat, dann verleitet das zum Offensein. Vor allem, wenn man abseits dessen akribisch darauf geachtet hat, dass nirgendwo der volle Klarname in Kombi mit der eigenen Visage steht, und es einem beruflich oder sonstwie zum Verhängnis werden könnte.

Wenn ihr sowas zwischendurch nicht lesen wollt, dann entfolgt mir bitte. Ich bemühe mich aktuell darum, solche Tweets vorher minimal zu überdenken und wenn möglich mit einer Portion Humor oder Sarkasmus zu versehen - teils auch eindeutig übertreibend zu überzeichnen. Das machen genug andere da draußen auch. Ich denke, das ist manchmal in Ordnung. Ich habe mich eine Zeit lang echt bemüht, aber ich kann Twitter einfach nicht als rein öffentliches „Werbe“medium für meinen mäßig erfolgreichen YouTube-Kanal sehen. Da wird immer mal wieder was Privates mit reinfließen. Das bin einfach ich. Und ich befinde mich weißgott nicht auf einem derartigen öffentlichkeitswirksamen Level, dass ich mich um der PR wegen auf eine bestimmte Art verhalten müsste. Ich habe keinen Manager, sondern meinen eigenen moralischen und verhaltenstechnischen Kompass.

Fakt ist jedenfalls: Wenn man jemanden, oder etwas, oder vielleicht auch einen Teil von sich selbst irgendwie vermisst, dann ist Weihnachten eine surreale Zeit. Dann ist das Jahresende eine surreale Zeit. Auch ohne unwirklich wirkende Nachrichten-Headlines. Weil man dann in einer Bubble lebt, in der man sehr mit sich selbst beschäftigt ist, und innerhalb derer man auch gerne zum Worst-Case-Denken neigt.

Selten habe ich mich an Weihnachten derart unweihnachtlich gefühlt; an Silvester derart unsilvesterhaft. Trotz geschmücktem Baum, trotz Kranz, trotz Deko, trotz des typischen Essens. Trotz der super Menschen um mich herum. Ich habe keine Ahnung, was mein Gehirn und mein Herz mir nun zur Jahreswende so in den Kopf funken. Ich weiß nur, dass ich keine Lust mehr habe, mich davon aus meinem eigenen Kopf verdrängen zu lassen. Und dass Leute den Beginn von etwas Neuem gerne benutzen, um auch sich selbst neu zu erfinden, zu verbessern, Dinge anders zu machen. Meist hört das dann am 7.1. oder so wieder auf. Ich möchte länger durchhalten. Und das auch trotz Phasen, in denen es nicht ganz so gut läuft, langfristig weiter durchziehen. Das bin ich einigen Leuten schuldig. Sonst wäre sehr viel Liebe, Zuneigung, Hilfe und Humor zum richtigen Zeitpunkt immens verschwendet gewesen.

... soviel zum Eingangs-Blob an Gedanken, der mir durch den Kopf ging. Ab jetzt geht es schön ordentlich thematisch untergliedert weiter!


Mittelteil I: Persönliche YouTube-Funfacts, für die ich dankbar bin | Seit März gab es keinen Daumen runter auf irgendeinem meiner Videos. Kaum zu glauben bei dem random Kram, den ich manchmal mache. (Vermutlich wird sich das in exakt diesem Moment ändern weil Vorführeffekt, aber wayne.)
Aus irgendeinem Grund habe ich - trotz unregelmäßigem, wenigem Content - immer noch rund 850 Abonnenten und durchschnittliche Views im immerhin zwei- bis dreistelligen Bereich.
Nach wie vor lerne ich durch YouTube und den dazugehörigen Twitteraccount Leute kennen, die mein Leben bereichern. Und auch totale Psychopathen, aber die werden halt geblockt.


Mittelteil II: Was mir an YouTube aktuell Angst macht | Die drölfzigste Challenge.
Leute, die in Chicken Nuggets und Nutella baden.
Leute, die Reactionvideos zu irgendwas hinrotzen und sogar das Thumbnail des Originals zu 90% übernehmen, um schnellen Content zu produzieren.
Leute, die eigene Videos komplett recyclen und einige Monate später nahezu 1:1 erneut hochladen, um schnellen Content zu produzieren.
Das akkurate Abbild der heutigen Gesellschaft, das sich mittlerweile dort findet, seit YouTube keine Randerscheinung für Katzenvideos und Nerds mehr ist.


Mittelteil III: Was ich gelernt habe, was irgendwie sad ist | Wenn du berufstätig bist und deine Bezugspersonen auch (oder mitten in der Endphase des Studiums), dann habt ihr fast nie wieder Zeit füreinander.
Solange du an jede Chatnachricht ein Emoji knallst, denkt jeder, es geht dir gut.
Die Gesellschaft bietet genug Nährboden für den Erfolg von Menschen, die diese Bezeichnung kaum verdienen, da keines ihrer Ziele ansatzweise human ist. Nur der Deckmantel dieser Ziele.


Mittelteil IV: Was ich gelernt habe, was geil ist | Für jeden, der dich runterzieht, gibt es jemanden, der dich den Everest hochträgt.
Man kann einfach aufhören, Zeit in die Leute zu investieren, die dich wie eine Lawine ständig wieder runterreißen. Dann geht es größtenteils aufwärts.
Auf Erwartungen anderer scheißen befreit. Man kann eh nie alle von jedem erfüllen. (Höchstens die der Leute, die dich bezahlen, sollte in der Regel beachtet werden - außer sie decken sich nicht mit deinem inneren Kompass. Dann orientiere dich um.)


Mittelteil V: Facts, die einfach nur random sind | Ich habe mir Stardew Valley gekauft, nur weil man da einen Alex daten kann.
Wenn ich „Flight of the Bumblebee“ fehlerfrei spiele, kriege ich von jemandem eine Pizza.
In meinem Kühlschrank befinden sich aktuell 10 Energydrinks.
Ich bin vor ca. einem halben Jahr umgezogen und in der Wohnung sieht es immer noch aus wie in einer Studentenbude, obwohl ich in meinem mittlerweile zweiten Vollzeitjob arbeite.
Ich kann nur wenig mit der neuen Nine-Inch-Nails-EP anfangen und das bestürzt mich.
Die meisten Charakternamen aus meinen Werken haben nur eine oder zwei Silben.
Alte Leute, die Smartphones und Tablets entdecken, sind cool und süß.


Mittelteil VI: Acids Idiotenradar | Wenn dir jemand sagt, dass er Angst hat, in echt wärst du 300% hässlicher als auf den 100 Bildern, die er bereits von dir kennt - so sehr, dass er davon täglich Albträume hat - dann ist er ein Idiot.
Wenn dir jemand sagt, dass du scheiße bist und sich dann wundert, dass du keine Herzchenaugen bekommst, dann ist er ein Idiot, der provozieren will.
Wenn dir jemand eine reinwürgen will, nur weil du nicht auf den erstbesten plumpen Anmachspruch reagierst, dann ist er - wir erkennen das Muster - ein hochgradig an Realitätsverlust leidender Idiot.
Es ist nicht meine Aufgabe, die Fantasien und Aufmerksamkeitswünsche von jedem Idioten da draußen zu bedienen. Ich darf meine Zeit schenken wem ich will und wie ich es will.
(Wenn jemandem kein Aufwand zu groß ist, um euch lachen zu sehen, dann ist das übrigens kein Idiot, sondern ein toller Mensch, den ihr zu schätzen wissen solltet. Bonuspunkte wenn er keine Albträume davon hat, dass ihr einen Makel haben könntet.)


Mittelteil VII: Vorsätze | Wohnung: restliche Möbel, eigene Waschmaschine (die im Gemeinschaftskeller ist ranzig), alle Kartons entsorgen, in jedem Zimmer MÜCKENGITTER und LAMPEN anbringen.
Fitter werden und im Zuge dessen abnehmen. 08/15-Standardvorsatz, aber deswegen nicht weniger gut oder nötig.
Graduell meine Haare aufhellen, Schneewittchen gefällt mir nicht mehr.
Nicht mehr jeden Tag Kaffee/Energydrinks, stattdessen sukzessive mehr Grüntee.
Mindestens 1x/Woche bloggen.
Mindestens 12 Bücher lesen.
Monetäre Rücklagen bilden.
Wieder mehr Freunde direkt in Hamburg finden. Wegen Rumhängen und Kino und Pubs und ach.


Fazit | Eine neue Jahreszahl muss gar nichts heißen, aber Menschen führen Neuerungen gerne ein bzw. durch, wenn es einen zeitlichen oder zahlentechnischen Aufhänger gibt. Lasst die Menschen, die dies gerne machen und denen das hilft, in Ruhe, auch wenn ihr meint, es ist Schwachsinn. Sie tun niemandem weh.


... den Laber-Post von Ende 2015 findet ihr übrigens hier (clickedy-click).